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"Ein Tag für mich allein" ist eines der Barbie-Lieder. In die Prinzessin und das Dorfmädchen singen Prinzessin Anneliese und die Leibeigene Erika, beide von Barbie dargestellt, gemeinsam dieses Lied, es erzählt von ihrem Leben, vor allem von den Zwängen, unter denen sie leiden.

Anneliese:

Schon so lange wünsche ich mir einen Tag für mich allein,

an dem niemand sagt, "Heute müsst Ihr da und dort noch sein!"

Ohne Lernen, Lords und Lächeln, wenn ich lieber weinen mag;

ich ess' und ich schlaf, wann ich will, nicht wenn's mir jemand sagt!

Nur für einen Tag!

Erika:

Schon so lange wünsche ich mir einen Tag allein für mich,

an dem ich nicht aufwach und weiß: Heut' türmt die Arbeit sich!

Ohne Nähen, Sticken, Stopfen, ohne dass ich mich abplag'

mit dem Gewand für den königlichen Hochzeitstag!

Ohne Schuldbetrag...

Erikas fiese Chefin Madame Karpfen unterbricht sie und sagt ihr, sie solle gefälligst arbeiten, statt herumzusingen; die Nähstube sei schließlich kein Varietétheater. Sie erhöht außerdem die Zinsen für Erikas Schulden ins Unermessliche und meint, ihre Eltern hätten sich ja nicht so zu verschulden brauchen - nur um sie zu ernähren. Erika ist wütend, Madame Karpfen geht wieder und schlägt die Tür zu.

Erika:

Kommt denn keine Fee vorbei...

Anneliese:

Tu, was du willst und sei...

Beide im Duett:

Frei!

Anneliese:

Nichts mehr hält dich zurück...

Erika:

Keine Sorgen umd das Geld!

Anneliese:

Sieh die Welt...

Erika:

Sing voll Glück...

Anneliese:

Such mir meinen Mann selbst aus!

Sie schaut verliebt in den Schlossgarten zu ihrem besten Freund, dem Hoflehrer Julian, dem sie schon eine Weile heimlich hinterherschmachtet. Ihre Mutter, die Königin, bittet sie um Verzeihung, aber es müsse eben sein, dass sie den reichen König des Nachbarlandes heiratet, um das Land vor dem Bankrott zu bewahren. Anneliese bestätigt, das sei ihre Pflicht. Aber auch ein weiteres Verlobungsgeschenk vermag sie nicht von ihrer Schwermut zu befreien.

Anneliese:

Ich krieg' jeden Tag Geschenke, brauch' dafür 'nen eig'nen Saal,

doch keiner hier ahnt, welchen hohen Preis ich dafür zahl'.

Erika:

Wenn ich auch nicht viel besitze, ich hab' Willenskraft zuhauf'.

Ich werde Sängerin, diesen Traum geb ich nicht auf!

Erikas Kollegin:

Ich freu' mich darauf.

Anneliese:

Ist es auch noch lange hin...

Erika:

...einmal wach' ich auf und bin...

Beide im Duett:

Frei!

Doch ohne Magie

bleibt mir nur die Fantasie;

ich schwing mich in die Luft...

Ich könnte flieh'n,

mich allem entzieh'n,

doch mein Gewissen ruft!

Anneliese:

Also bleib' ich hier am Hofe!

Erika:

Ich zahl' meine Schuld zurück!

Beide im Duett:

Um meine Pflicht zu erfüll'n, verzicht ich auf mein Glück!

Anneliese:

Doch ich lass den Mut nicht sinken.

Erika:

Dass ich aufgeb, glaub ich kaum.

Beide im Duett:

In meinem Herz ist noch immer für die Hoffnung Raum,

und im Traum

bin ich frei!

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